07.Oktober 2021
17:00 bis 19:00 Uhr

Vortrag: Aerodynamische Gestaltung bei der Auto Union Chemnitz, Teil 2

Der Förderverein August Horch Museum Zwickau e.V. lädt ein zur Vortragsveranstaltung: 

Aerodynamische Gestaltung bei der Auto Union Chemnitz, Teil 2

Donnerstag, 7. Oktober 2021, 17.00 Uhr im
August Horch Museum Zwickau, Audistraße 7, Vortragssaal

Vortragender: Dipl. Designer Matthias Kaluza,
Art Director, AGD,
ö_konzept, Atelier für Gestaltung, Zwickau

Genau 2 Jahre nachdem der Förderverein des August Horch Museums den 1. Teil des Vortrags "Aerodynamische Gestaltung bei der Auto Union Chemnitz" präsentieren durfte, folgt nun der 2. Teil zu diesem Thema. Die Anfänge der Aerodynamik im Karosseriebau liegen in den 1920er-Jahren. Paul Jaray bestimmte diese Entwicklung maßgeblich und nutzte dabei seine Erfahrungen in der Windkanalforschung. Reinhard Freiherr von König-Fachsenfeld verwertete dessen Patente und gab dem Rennsport in Deutschland neue Impulse. 1932 siegte Manfred von Brauchitsch auf der Avus mit einem technisch nicht mehr aktuellen Mercedes mit stromlinienförmiger Karosserie gegen die stärker motorisierte Konkurrenz. Der Geschwindigkeitsgewinn durch Reduzierung des Luftwiderstands wurde auf der langen Avus-Geraden mehr als deutlich. Bei diesem Rennen begann der Siegeszug der strömungsoptimierten Formgebung und andere Hersteller, darunter besonders auch die Auto Union, erkannten ihre Bedeutung. Ab 1934 waren Mercedes und Auto Union die großen Konkurrenten im Gand-Prix-Rennsport. Ihre Rennwagen wurden nicht mehr nur nach Motorleistung, sondern auch nach Abtrieb, Stromlinienform und aerodynamischen Erkenntnissen konstruiert. Bei der Auto Union entstanden daraus innovative Lösungen, in erster Linie bei den Renn- und Rekordfahrzeugen, später dann auch bei Pkw-Karosserien. Damit führte die Wissenschaft von der strömenden Luft zu einer neuen Verbindung von Design und Funktion. Der 2. Teil des Vortrags widmet sich dem Erfahrungsgewinn und dem Einfluss der Aerodynamik aus dem Motorsport auf die Pkw-Entwicklung der Auto Union bis 1939. Was war machbar, was überforderte die Marktinteressen? Welche Formen brachten tatsächlich Vorteile und welche waren Modetrend? Stromlinie oder Pseudostromlinie?

Unser Referent, Dipl. Designer Matthias Kaluza ist Art Director und Geschäftsführer der Fa. ö_konzept, Atelier für Gestaltung aus Zwickau, deren Buchstabe »ö« für Öffentlichkeit & Ökonomie steht. Die Full-Service-Agentur entwickelt Lösungen in den Geschäftsfeldern Design, Multimedia, Web, Innenarchitektur und besonders Ausstellungsgestaltung. Mit fast 30 Jahren Erfahrung und dem Anspruch integrierter Kommunikation berät sie Unternehmen und Institutionen und realisiert umfangreiche Projekte deutschlandweit.

Für die Teilnahme an der Veranstaltung wird ein Entgelt von 3,- € erhoben.

Auf Grund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung unter bernhard.klose@web.de unbedingt erforderlich.

Präsidium des Fördervereins
Bernhard Klose, Dr. Wolfram Melzer
Präsidiumsmitglied Ehrenmitglied