Vorträge / Exkursionen
Der Förderverein bietet regelmäßig Vorträge zu historischen und aktuellen Themen rund um das Automobil an. Sie richten sich an eine interessierte Öffentlichkeit und finden normalerweise immer am ersten Donnerstag jeden Monats um 17 Uhr im August Horch Museum statt. Ferner bietet der Verein Fachexkursionen an.
Die Einladung zur jeweiligen Veranstaltung erfolgt per Email an in einem Verteiler aufgenommene Vereinsmitglieder und Interessenten. Eine Aufnahme in den oder Löschung aus dem Email-Verteiler ist jederzeit möglich unter der unten angegebenen Email-Adresse.
Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist nach einer Anmeldung unter bernhard.klose@web.de möglich.
Für die Teilnahme an den Vortragsveranstaltungen wird ein Kostenbeitrag von 5,00 € p.P. erhoben.
Neu:
Ausgewählte Vorträge werden ab sofort auch auf dem YouTube-Kanal des Fördervereins gestreamt und können dort verfolgt werden!
veranstaltungen in 2026 - 1. Halbjahr
Referent:
Doz. Dr. sc. techn. Wolfgang Leidholdt, ehem. leitender Mitarbeiter der imk automotive GmbH, Chemnitz
August Horch Museum Zwickau, Audistraße 7, Vortragssaal
Im letzten Vortrag des Autors im März 2024 ging es darum, was an elektrischer Ausrüstung nötig ist, um einen Verbrennungsmotor zu betreiben. Diesmal geht es um die zweite wichtige Komponente der Motor-Peripherie: Den Kraftstofffluss. Der Tank, früher nur ein Behälter, ist heute ein elektronisch gesteuertes System. Die Benzinpumpe ist auch so ein Ding mit Pfiff: Früher meistens eine Membranpumpe, werden heute oft Hochdruckpumpen gebraucht. Und dann der Vergaser – ein hydraulisch-pneumatischer Analogrechner. In der modernsten, wenn auch letzten Ausbaustufe, ein Wunderwerk aus Düsen für Luft und Benzin. Nachfolgend kam die Einspritzung, elektronisch gesteuert. Zunächst analog,heute durchweg digital. Und dann gibt es die Einspritzpumpe für Dieselmotoren. Auch das wird inzwischen elektronisch geregelt. Viel Ingenieurskunst. Das alles bietet genügend Stoff für einen technischen Vortrag. Wer also Benzin im Blut hat und nicht weiß, woher es kommt, kann sich den Vortrag anhören.
Ort:
August Horch Museum Zwickau, Audistraße 7, Vortragssaal
In den 1930 er Jahren wuchs in den Industrieländern der zivile Luftverkehr beträchtlich und somit auch der Bedarf an leistungsfähigen, zuverlässigen und komfortablen Flugzeugen. Mitte der 1930er Jahre entwickelten in Deutschland zwei Firmen entsprechende Flugzeuge: Junkers die Ju 90 (Der grosse Dessauer) und Focke-Wulf in Bremen die Fw 200 CONDOR. Nach kurzer Entwicklungszeit erfolgte der Erstflug im September 1937. Das viermotorige Flugzeug galt seinerzeit als eines der modernsten und besten Verkehrsflugzeuge der Welt. Mit einer Reichweite von 2 500 km galt sie als ausgesprochenes Langstreckenflugzeug. Im Linienflugverkehr der Deutschen Lufthansa transportierte sie 26 Passagiere. Die Ost-West Nonstop-Atlantiküberquerung gelang dem CONDOR im August 1938. Für diesen Sonderflug vor Berlin nach New York mußten allerdings zusätzliche Treibstofftanks in die Kabine eingebaut werden. Hauptkunde war die Lufthansa und die dänische DDL.
Mit Beginn des 2. Weltkrieges war es aus mit der Zivilluftfahrt. Für die deutsche Kriegsführung wurden bewaffnete Fernaufklärer benötigt, die Fw 200 wurde entsprechend umkonstruiert, modifiziert und aufgerüstet. Insgesamt wurden bis 1944 etwa 275 Fw 200 gebaut, die meisten in der militärischen Variante. Nicht eine einzige Maschine hat die Zeiten überstanden, weltweit existiert kein originaler CONDOR. Das im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof seit 2021 ausgestellte Exponat eines CONDOR ist ein 1:1 Nachbau, eine Rekonstruktion auf Basis von Wrackfundstücken.
In einem 2-teiligen Vortrag erläutert unser Referent Günter Hujer Technik und Historie sowie die Rekonstruktion dieses legendären Flugzeuges.
Referent:
Ort:
August Horch Museum Zwickau, Audistraße 7, Vortragssaal
Der Kohlendioxidgehalt der Erdatmosphäre ist beginnend ab -8000 Jahre vor der Zeitrechnung bis heute aus Untersuchungen von Lufteinschlüssen in Eis-Bohrkernen der arktischen Gebiete weitgehend bekannt. Die gegenwärtig vor sich gehende markante Zunahme des CO2-Gehalts in der Atmosphäre wird heute als eine der wesentlichen Ursachen für die extremen Veränderungen beim Klima auf der Erde angesehen. Auffällig ist, dass von -8000 bis -5500 Jahren vor der Zeitrechnung der CO2 Gehalt nur wenig veränderlich war. Von -5000 Jahren an bis ungefähr 1850 trat eine recht moderate aber weitgehend stetige Zunahme ein. Die Veränderung des CO2-Gehalts ist im Wesentlichen gleichlaufend mit der Zunahme der Weltbevölkerung erfolgt. Anschließend ist in der sehr kurzen Spanne der Neuzeit von nur wenig mehr als 150 Jahren bis heute eine dramatische Zunahme des CO2-Gehalts erfolgt.
Diese enorme Zunahme kann u. a. den Aktivitäten der Menschen für die Energiegewinnung zugerechnet werden.
Unser Referent Prof. Werner Hoffmann wird in seinem Vortrag die Fragen beantworten:
- Was können wir uns an weiterem Kohlendioxid noch leisten,
- wie wird sich der CO2-Gehalt zukünftig entwickeln und
- wie ließe sich das Klimaproblem (hoffentlich) meistern?
Prof. Dr. rer. nat. habil. Peter Hartmann, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums für Optische Messtechnik und Oberflächentechnologien - AZOM, Zwickau
August Horch Museum Zwickau, Audistraße 7, Vortragssaal
Das AZOM bietet für Unternehmen Dienstleistungen in der Entwicklung und Erprobung von industrietauglichen optischen Messverfahren für unterschiedliche Technologiefelder. Es bildet die Schnittstelle zwischen der Medizintechnik, der Kraftfahrzeugtechnik, dem Maschinenbau und der Halbleiterindustrie. Seit der Eröffnung dieses Fraunhofer-Anwendungszentrums im November 2016 ist Prof. Hartmann Leiter dieser Einrichtung, die die erste ihrer Art in den neuen Bundesländern ist.
Berlin Tempelhof, Adlershof,
Dessau
Prof. i. R. Dr.-Ing. Matthias Kolbe
AG EX: Exkursion / Vortrag